Die perfekte Sonnenbrille? Darauf kommt es wirklich an.
- 8. Juli
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Vor Kurzem stand ich mit meinen Kindern vor einem Sonnenbrillenständer im Laden. Dutzende Modelle, verschiedene Farben, unterschiedlich stark getönte Gläser und Preise von wenigen Euro bis weit über hundert.
Und plötzlich stellte ich mir die Frage: Woran erkennst du eigentlich eine gute Sonnenbrille?
Die meisten Menschen achten beim Kauf vor allem darauf, ob die Brille gut aussieht und angenehm sitzt. Das ist natürlich wichtig. Für die Gesundheit deiner Augen gibt es jedoch ein anderes Kriterium, das deutlich entscheidender ist: der UV-Schutz.
Viele glauben, dass besonders dunkle Gläser die Augen automatisch besser schützen. Tatsächlich stimmt das nicht. Die Tönung einer Sonnenbrille sagt zunächst einmal wenig über ihren Schutz vor UV-Strahlung aus.
Entscheidend ist vielmehr, dass die Brille einen zuverlässigen UV-Filter besitzt. Achte deshalb beim Kauf auf die Kennzeichnung „UV-400“. Diese Gläser filtern nahezu die gesamte schädliche UV-Strahlung bis 400 Nanometer und bieten damit einen sehr guten Schutz für deine Augen.
Warum das so wichtig ist? Dunkle Gläser reduzieren zwar das sichtbare Licht. Gleichzeitig erweitert sich jedoch die Pupille. Fehlt dann der UV-Filter, kann sogar mehr schädliche Strahlung ins Auge gelangen als ohne Sonnenbrille.
Die Tönung der Gläser beeinflusst vor allem den Sehkomfort, nicht den UV-Schutz. Für die meisten Alltagssituationen sind mittel bis dunkel getönte Gläser der Kategorien 2 oder 3 ideal. Sehr dunkle Gläser der Kategorie 4 sind dagegen für besondere Einsatzbereiche wie Hochgebirge oder Gletscher gedacht und dürfen im Straßenverkehr nicht verwendet werden.
Und welche Glasfarbe ist die beste? Tatsächlich ist das vor allem Geschmackssache. Graue, braune oder grüne Gläser bieten bei gleichem UV-Filter einen vergleichbaren UV-Schutz. Sie unterscheiden sich hauptsächlich darin, wie natürlich Farben und Kontraste wahrgenommen werden.
Auch der Preis ist übrigens kein verlässlicher Qualitätsindikator. Eine teure Designerbrille schützt deine Augen nicht automatisch besser als ein deutlich günstigeres Modell. Entscheidend ist nicht die Marke, sondern ein geprüfter UV-Schutz.
Neben dem UV-Filter spielt auch die Größe der Gläser eine Rolle. Je besser deine Augen von vorne und von der Seite abgeschirmt werden, desto weniger Streulicht gelangt ins Auge. Besonders beim Sport, in den Bergen oder am Wasser kann das sinnvoll sein.
Kinder sollten ebenfalls frühzeitig eine gute Sonnenbrille tragen. Ihre Augen sind noch empfindlicher gegenüber UV-Strahlung als die von Erwachsenen. Gerade beim Spielen im Freien oder im Sommerurlaub lohnt sich daher ein konsequenter Schutz.
Mein Fazit: Beim Kauf einer Sonnenbrille lohnt es sich, einen Moment genauer hinzuschauen. Die schönste Brille nützt wenig, wenn der UV-Schutz fehlt.
Achte deshalb auf eine gute Passform, ausreichend große Gläser und vor allem auf die Kennzeichnung „UV-400“. Deine Augen werden es dir auch noch viele Jahre später danken.


